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Info zu H1N1-Screening mit Infrarotkameras

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Im Verlaufe von Epidemien und Pandemien haben Gesundheitsbehörden verschiedene Strategien angewendet, um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu begrenzen. In einigen Ländern werden Infrarot-Kameras eingesetzt, um Reisende mit erhöhter Körpertemperatur zu erfassen. Diese Methode ist allerdings sehr umstritten, sie kann nur bei richtiger Anwendung zur Bekämpfung einer Infektionskrankheit eingesetzt werden.

 

  • Nach Auswertungen der SARS-Epidemie konnte praktisch kein Erfolg mit der Screening-Methode mittels Infrarotkameras nachgewiesen werden! Kontrolliert wurden 35 Mio. Reisende bei der Einreise (0 Erfolg) sowie 8 Mio. vor der Ausreise (1 Erfolg). Die Autoren vermuten, dass die Screenings vor allem psychologische Wirkung hatten, indem Personen mit leichten Symptomen vom Reisen abgehalten wurden (Studie auf Anfrage bei uns erhältlich).
  • Viele Einflüsse wie z.Bsp. Sport, Schwangerschaft, Kaffee, Alkohol, Medikamente, Drogen, Luftzug, Schwitzen, langes Ruhigsitzen bzw. Aircondition im Flugzeug, etc. beeinflussen die Körpertemperatur und führen zu Fehlmessungen.
  • Bei Gebäudeein- bzw. ausgängen ist ein Screening wegen der Ausseneinflüsse (Kälte, Sonne, Regen) nicht sinnvoll.
  • Eine Infrarotkamera erfasst die Oberflächentemperatur, weshalb für eine genaue Bestimmung der Körpertemperatur zwingend Sichtkontakt der Kamera auf die Haut erforderlich ist. Die medizinische Überwachung eines Raumes, in welchem sich Personen frei bewegen können, ist deshalb nicht möglich!
  • Die beste Stelle für eine Messung befindet sich im Bereich des inneren Augenrands bzw. im Inneren der Ohrmuschel. Dazu müssen jedoch Brillen abgenommen bzw. Haare beiseite geschoben werden.
  • Eine Messung durch Glas- oder Plexiglasscheiben ist nicht möglich.

Möchten Sie trotz all diesen Hinweisen ein Screening mir Infrarotkameras durchführen, so fragen Sie uns bitte an und beachten folgende Anforderungen;

  • Die Messung muss an Schleusen erfolgen
  • Infrarotkameras schwanken mit einer Wiederholgenauigkeit von 0.5°C bis 1°C. Für eine genaue Messung wird ein sog. Blackbody oder Referenzstrahler benötigt, dadurch kann diese Schwankung kompensiert werden.
  • Ein gutes System liegt im Preisbereich von ca. CHF 25'000.- exkl. Mwst aufwärts, billigere Systeme oder einfachere Konfigurationen mit Handkameras sind meist noch wirkungsloser! Fragen Sie uns für ein konkretes Angebot bitte an.

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